Professor Dr. Ulrich Sowada     (zurück zur Übersicht)

Astronomische Optik

  • Nacht der Wissenschaft - Freitag, 28. September 2018
    Sternwarte der Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 2 (Hochhaus)
    7. Etage: Beobachtung am Fernrohr ab 19:30 Uhr
    6. Etage, Raum 601: 19:30 Uhr, 20:30 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Sowada

Von Galileo und Kepler zu ELT

Wie führte die wissenschaftliche Neugier, mehr über die Erscheinungen am Himmel erfahren zu wollen, zu Fortschritten in den Apparaten?

Die ersten Teleskope ließen zwar noch viel zu wünschen übrig, aber Galilei und Kepler entdeckten die Gestalt unseres Sonnensystems und die Bewegungen der Planeten. Die Linsen in ihren Teleskopen ließen keine starken Vergrößerungen zu. Da bieten Spiegelteleskope manchen Vorteil. Ende des 18. Jahrhunderts gab es das erste Riesen-Teleskop, gebaut von Herschel in England, und mit diesem entdeckte er den ersten Planeten der Neuzeit, nämlich Uranus; alle anderen Planeten sind auch mit unseren Augen deutlich zu finden. Inzwischen hatte es Fortschritte in der mathematischen Behandlung von Linsensystemen gegeben, und Fraunhofer in München baute in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die besten Linsenfernrohre. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Potsdam, bei Chicago und bei San Francisco die bis heute größten Linsenfernrohre der Welt gebaut. Sie zeigten den Nachteil, dass beim Schwenken des Fernrohrs die Linsen durch ihre eigene Gewichtskraft verformt wurden. Daher konzentrierte man sich im 20. Jahrhundert auf Spiegelteleskope. Davon gibt es seit wenigen Jahrzehnten Exemplare im Weltraum, wo die Störung der Erdatmosphäre beseitigt ist. Seit einigen Jahren gibt es mit Hilfe von Lasern ein Verfahren, die zeitlich veränderlichen Störungen der Atmosphäre zu messen und durch geschicktes und schnelles Verbiegen eines Spiegels Unschärfen in den Bildern zu beseitigen; das nennt man „adaptive Optik“. Gegenwärtig wird von der Europäischen Südsternwarte in Chile ein Teleskop gebaut, das voraussichtlich 2024 erste Beobachtungen ermöglichen soll; der Hauptspiegel wird 39 m Durchmesser haben, und damit hat dieses Gerät seinen Namenwahrhaftig verdient: Extra Large Telescope ELT. Es wird mit Abstand das größte Teleskop der Welt sein – bis es übertroffen wird.

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