Professor Dr. Ulrich Sowada

Rätselhaftes Universum III:
Der Weg zur Dunkle-Energie-Theorie

  • Samstag, 13. Januar 2018, 18 Uhr
    Mediendom der Fachhochschule Kiel • Sokratesplatz 6, 24114 Kiel

Die Entwicklung unseres heutigen Wissensstandes bezüglich der Theorie der Dunklen Energie wird von
Prof. Dr. Ulrich Sowada in einem allgemeinverständlichen Vortrag dargelegt. Thomas Schröder rundet mit den Mitteln moderner Planetariumstechnik den Vortrag ab.
Dieser Vortrag ist der letzte in einer Reihe von dreien, in denen drei neue Vorstellungen zur Entwicklung des Universums behandelt werden.
Entfernungen im Universum kann man mit der Methode der Standard-Kerze bestimmen: Es gibt einen Typ Stern, dessen absolute Helligkeit (in einer festen Entfernung) bekannt ist. Wenn zwei Sterne des gleichen Typs verschieden hell erscheinen, dann liegt es an der unterschiedlichen Entfernung. An einem Stern dieses Typs, dessen Entfernung mit der Parallaxen-Methode gemessen werden kann, wird das Verfahren kalibriert.
Zu den lichtstärksten und energiereichsten Vorgängen im Universum gehören Supernovae. Diese Ereignisse sind aber zum Glück für uns sehr selten: in unserer Milchstraße hat es in den vergangenen 1000 Jahren nur 4 (möglicherweise 5) gegeben. Mit sehr lichtstarken Observatorien sind Aufnahmen einer Region des Himmels gemacht worden, die einige Millionen von Galaxien enthalten. Indem diese Aufnahmen regelmäßig widerholt und miteinander verglichen werden, sind innerhalb weniger Jahre ca. 1000 Supernovae beobachtet worden. Supernovae sind Explosionen, in denen innerhalb weniger Tage mehr Energie freigesetzt wird als von einem normalen Stern während seiner gesamten Existenz. Von den verschiedenen Typen von Supernovae ist ein besonderer Typ geeignet, um Entfernungsmessungen über bisher nicht erreichbare Weiten durchzuführen, weil der Ablauf der Helligkeitsentwicklung gleichartig erfolgt. Wenn gleichzeitig Geschwindigkeitsmessungen mit der Verschiebung von Fraunhofer-Linien vorliegen, liefert das eine Erkenntnis dazu, wie der Expansionsvorgang vor einigen Milliarden Jahren gewesen ist.
Das Ergebnis ist: Die Expansion geschieht beschleunigt! Woher kommt die Energie dafür? Für die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums wurde für das Jahr 2011 der Physik-Nobelpreis vergeben.

Krebs-Nebel

Krebs-Nebel: Rest einer Supernova, die im Jahr 1054 n. Chr. aufleuchtete
Quelle: http://chandra.harvard.edu

Rest einer Supernova, die von Tycho Brahe 1572 beobachtet wurde
Quelle: http://chandra.harvard.edu

Abell 520

Sternenlicht (orange), Dunkle Materie (blau), heißes Gas (grün) und Galaxien im Galaxien-Haufen Abell 520 (Entfernung 2,4 Mrd. Lichtjahre)
Quelle: http://hubblesite.org

Im Anschluss an den Vortrag bei gutem Wetter:
Besuch der Sternwarte mit Blick durch das dortige Fernrohr.
Sternwarte der Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 2 (Hochhaus, 7. Etage)

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Prof. Dr. U. Sowada, Kontakt:

u@sow

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